Die documenta fifteen findet vom 18. Juni bis 25. September 2022 in Kassel statt.

News
 

lumbung


ruangrupa: „Wir wollen eine global ausgerichtete, kooperative und interdisziplinäre Kunst- und Kulturplattform schaffen, die über die 100 Tage der documenta fifteen hinaus wirksam bleibt. Unser kuratorischer Ansatz zielt auf ein anders geartetes, gemeinschaftlich ausgerichtetes Modell der Ressourcennutzung – ökonomisch, aber auch im Hinblick auf Ideen, Wissen, Programme und Innovationen."


Im Fokus des kuratorischen Ansatzes von ruangrupa für die documenta fifteen stehen Grundsätze von Kollektivität, Ressourcenaufbau und gerechter Verteilung. Zielgruppe ist nicht nur das allgemeine Kunstpublikum, vielmehr sollen eine Vielzahl von Communities angesprochen sowie lokales Engagement und Partizipation gefördert werden. Die Grundlage des Konzepts mit einem internationalen Netzwerk aus lokalen, gemeinschaftsorientierten Organisationen aus der Kunst und anderen kulturellen Kontexten lässt sich mit dem indonesischen Begriff lumbung umschreiben. lumbung, direkt übersetzt „Reisscheune“, bezeichnet einen in den ländlichen Gebieten Indonesiens gemeinschaftlich genutzten Bau, in dem die Ernte einer Gemeinde als gemeinsame Ressource für die Zukunft zusammengetragen, gelagert und nach gemeinsam bestimmten Kriterien verteilt wird.


Als Modell für die documenta fifteen ist lumbung als eine Art kollektiver Ressourcenfundus zu verstehen, der auf dem Prinzip von Gemeinschaftlichkeit beruht. Er versammelt Ideen, Geschichten, menschliches Arbeitspotenzial, Zeit und andere gemeinsam nutzbare Ressourcen. Im Mittelpunkt von lumbung stehen die Vorstellung und der Aufbau dieser kollektiven, geteilten Ressourcen für neue Nachhaltigkeitsmodelle und kulturelle Praktiken. Diese werden durch Residency-Programme, Zusammenkünfte, öffentliche Aktivitäten und die Entwicklung von entsprechenden Instrumenten unterstützt.


Interdisziplinarität ist für diesen Prozess wesentlich. Kunst trifft auf Aktivismus, Management und Vernetzung, um Unterstützung einzuholen, Umgebungen zu verstehen und lokale Ressourcen ausfindig zu machen. Diese Elemente lassen Aktionen und Räume entstehen und führen zu einer Verflechtung sozialer Beziehungen und Transaktionen, die in einer langsamen und organischen Entwicklung schließlich eine öffentliche Form finden. Damit ist eine Strategie umrissen, um „in und mit der Gesellschaft zu leben“. Sie zeichnet ein Bild der Beziehungen zwischen einer Kunstorganisation und ihrer Community, indem diese selbst aktiver Bestandteil davon wird. Auf der Basis von örtlicher Nähe und gemeinsamen Wünschen werden daraufhin Strategien entwickelt.


Die Grundprinzipien des Prozesses sind:
• Bereitstellung von Raum, um Ideen zu sammeln und zu erkunden
• Kollektive Entscheidungsfindung
• Auflösung von Zentralisierung
• Spiel zwischen Formalitäten und Informalitäten
• Organisation von Zusammenkünften und Treffpunkten
• Bewusster Umgang mit Architektur
• Räumliche Aktivität zur Anregung von Gesprächen
• Ein Schmelztiegel für und von jedermanns Gedanken, Energien und Ideen.

lumbung member


Britto Arts Trust (Dhaka, Bangladesch)

"Rongbaaz", Britto Arts Trust, Dhaka, Bangladesch, 2020, Foto: Mohosin Kabir Himalay

Britto Arts Trust (Britto) ist ein 2002 in Dhaka, Bangladesch, gegründetes gemeinnütziges Künstler*innenkollektiv, das von Dhaka aus an verschiedenen Orten im Land arbeitet und als Teil des Triangle-Netzwerks über eine globale Reichweite verfügt. Britto widmet sich in seiner künstlerischen Praxis dem sozio-politischen Umbruch in Bangladesch. Auf der Suche nach verlorener Geschichte, Kulturen und Gemeinschaften erforscht und sammelt das Kollektiv gemeinsam mit verschiedenen Partner*innen mannigfache Quellen. Durch die Akkumulation von Wissen und das Teilen eigener Gedanken und Ideen sowie der Produktion von Kunst im Austausch mit lokalen Communities versucht Britto fortwährend, Antworten auf den Wandel im eigenen Land zu finden.


Seit einigen Jahren konzentriert sich Britto auf langfristige, groß angelegte Projekte unter Einbeziehung von Communities und Teilnehmer*innen aus verschiedensten gesellschaftlichen Gruppen. So befasst sich beispielsweise das im März 2020 – während der Pandemie gemeinsam mit einer Reihe von Künstler*innen und Kollektiven – initiierte Projekt ZERO WASTE-FoodArt mit sozialer Verantwortung an verschiedenen Orten in Bangladesch und darüber hinaus. Britto unterstützt zahlreiche interdisziplinäre Praktiker*innen, Gruppen und Netzwerke. Das Kollektiv bietet professionellen Kunstschaffenden ein lokales und internationales Forum für Treffen, Diskussionen, Experimente und die selbstbestimmte Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten. Als Antwort auf den Mangel an adäquaten Bildungseinrichtungen in Bangladesch wirkt Britto als alternative Bildungsplattform, die Künstler*innen ein experimentelleres Arbeiten ermöglicht. Ausgehend von der Beschäftigung mit Verwurzelung, Geschichte und Communities reicht Brittos Praxis bis hin zu internationalen Veranstaltungen wie der Organisation des ersten Bangladescher Pavillons bei der 54. Biennale di Venezia (2011).


https://brittoartstrust.org/

FAFSWAG (Auckland, Aotearoa)

FAFSWAG, 2020, Foto: FAFSWAG

FAFSWAG ist ein ozeanisches Moana-Künstler*innenkollektiv, das durch Kunst und Innovation sozialen Wandel anstoßen möchte. Dabei entwickelt es fortschrittliche, kultursensible und sozial relevante Methoden kultureller Aktivierung.


Ausgehend von ihrem Kontext als Queere, Indigene Kunstschaffende arbeiten die Künstler*innen von FAFSWAG über verschiedenste interdisziplinäre Kunstformen und Genres hinweg kollaborativ daran, öffentlichen und digitalen Raum zu aktivieren.


https://fafswagvogue.com

Fondation Festival sur le Niger (Ségou, Mali)

Fondation Festival sur le Niger: Aufführung der berühmten malischen Musiker Oumou Sangaré und Cheick Tidiane Seck während des Festival sur le Niger, 2011, Foto: Harandane DICKO

Der Name des 2011 von der Fondation Festival sur le Niger gegründeten Centre Culturel Kôrè bezeichnet in der Kultur der Bambara die höchst mögliche Ebene des Wissens (Kôrè).


Kôrèdugaw ist ein Ritus, der Humor, Scharfsinnigkeit und Weisheit verbindet. Kinder werden hier auf ihr späteres Leben und ihr gesellschaftliches Umfeld vorbereitet, indem ihnen die im Kôrèdugaw zentralen Werte wie Respekt für andere, gegenseitige Hilfe, Selbsterkenntnis in guten und in schlechten Zeiten sowie die absolute Ablehnung von Gewalt vermittelt werden.


„Diese Werte bilden die Grundlage aller künstlerischen, pädagogischen und ökonomischen Aktivitäten, die wir im Centre Culturel Kôrè und IKAM, dem Bildungszentrum, veranstalten. Indem wir junge Künstler*innen und Kulturunternehmer*innen aus ganz Afrika ausbilden, sie bei der Produktion künstlerischer Arbeiten und dem Aufbau von Vertriebswegen intensiv betreuen und unterstützen, stärken wir das gesamte Spektrum aus Kultur und Kunst in Mali und ganz Afrika. Es ist von größter Bedeutung für uns, dass dies unter der ethischen Maßgabe von Zusammenarbeit geschieht. Unsere Arbeitsweise folgt dem unternehmerischen Geist im Sinne der Maaya (Menschlichkeit) und ist eng mit der auf den Menschen bezogenen Maaya-Philosophie verknüpft, die wir auf die Gesellschaft und Kultur der Gegenwart anwenden. Auf diese Weise konnten wir zahlreiche künstlerische und solidarische Netzwerke in Mali und darüber hinaus aufbauen, Antworten auf die Krise, die unser Land seit 2012 heimsucht, finden und die Wettbewerbskultur überwinden, die durch die Herausforderungen unserer Zeit entstanden ist.“


www.festivalsegou.org/

Gudskul (Jakarta, Indonesien)

Gudskul: Abbildung des lumbung-Modells von Gudskul mit drei wesentlichen Ressourcenkomponenten, 2020

Gudskul ist eine dem Wissensaustausch gewidmete Bildungsplattform, die 2018 von den drei in Jakarta ansässigen Kollektiven ruangrupa, Serrum und Grafis Huru Hara ins Leben gerufen wurde.


Gudskul ist überzeugt, dass das Teilen und Zusammenarbeiten zwei wesentliche Elemente für die Weiterentwicklung der indonesischen Kunst und Kultur der Gegenwart sind. Ziel ist, die Eigeninitiative durch künstlerische und kulturelle Vorhaben in einer Gesellschaft, die ohnehin stark durch Kollektivismus geprägt ist, weiter anzuregen und zugleich Initiatoren zu fördern, die von den lokalen Bedürfnisse ausgehend auch Schlüsselrollen auf internationaler Ebene einnehmen. Gudskul bildet hierfür ein Ecosystem, in dem viele Beteiligte wie Künstler*innen, Kurator*innen, Kunstkritiker*innen, Manager*innen, Forscher*innen, Musiker*innen, Filmemacher*innen, Architekt*innen, Köch*innen, Designer*innen, Fashionistas und Straßenkünstler*innen zusammenarbeiten.


Als Akteur*innen widmen sie sich verschiedenen (künstlerischen) Praktiken und Medien wie Installation, Video, Sound, Performance, Medienkunst, Bürgerbeteiligung, Grafik, Design und Pädagogik. Diese Vielfältigkeit trägt zur Diversifizierung der Themen und Zusammensetzung in den Gemeinschaftsprojekten bei – die in sozialen, politischen, kulturellen, ökonomischen, ökologischen oder pädagogischen Kontexten stattfinden. Gudskul steht allen offen, die sich für kooperatives Lernen, die Entwicklung kollektivbasierter künstlerischer Praktiken und einer auf Zusammenarbeit basierenden Kunstproduktion interessieren.


https://gudskul.art/

INLAND (verschiedene Orte, Spanien)

INLAND: Organisationsstruktur der Para-Institution, 2020

INLAND ist eine kollektive Agentur, die im Jahr 2009 von Fernando Garcia Dory initiiert wurde. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Plattform für verschiedene Akteur*innen aus dem landwirtschaftlichen und sozialen Bereich sowie der Kulturproduktion.


In seiner ersten Phase (2010–13) widmete sich INLAND – Spanien als Fallstudie nutzend – der künstlerischen Produktion in 22 Orten des Landes mit landesweiten Ausstellungen und Präsentationen sowie einer internationalen Konferenz. Aus der anschließenden Phase der Reflexion und Auswertung in Arbeitsgruppen zu Kunst und Ökologie ging eine Reihe von Publikationen hervor. Heute fungiert INLAND als Kollektiv mit Fokus auf landbasierte Kooperationen und Ökonomien sowie Praxis-Arbeitsgemeinschaften als Nährboden für post-zeitgenössische Kunst- und Kulturformen.
INLAND verfügt über einen Radiosender, eine Akademie, veranstaltet Ausstellungen und produziert Käse. Darüber hinaus berät es die EU-Kommission zur Entwicklung des ländlichen Raumes durch künstlerische Projekte und setzt sich für ein europäisches Netzwerk von Schäfer*innen ein. INLAND versteht sich als eine Sozialbewegung, die die Politik in den genannten Bereichen hinterfragen will. Als Para-Institution mit einer zweistufigen Strategie fördert INLAND einen lokal eingebetteten Prozess an seinen Standorten wie dem Centre for the Approach of the Rural in der Stadt sowie die Aktivierung eines verlassenen Dorfes.


INLAND koordiniert gegenwärtig das Netzwerk Confederacy of Villages und hat mit verschiedenen Institutionen zusammengearbeitet und dort ausgestellt. So z.B. bei der Istanbul Biennale; dem Casco Art Institute, Niederlande; dem Maebashi Museum, Japan; der Serpentine Gallery, London; dem Casa do Povo, São Paulo; dem Centre Pompidou, Paris und dem SAVVY Contemporary, Berlin.


https://inland.org/

Instituto de Artivismo Hannah Arendt (Havanna, Kuba)

"Art to the limit". Workshop mit dem Theoretiker Brian Holmes und der Künstlerin Claire Pentecost, Havanna, 2017, Foto: INSTAR

Das Instituto de Artivismo Hannah Arendt (INSTAR) gründete sich am 20. Mai 2015 als Institution für gesellschaftspolitische Alphabetisierung aus einer Intervention der kubanischen Artivistin Tania Bruguera heraus, deren Teilnehmer*innen 100 Stunden lang das Buch Elemente und Ursprünge totalitärer Herrschaft von Hannah Arendt lasen und diskutierten.


INSTAR wurde als demokratischer, horizontaler, konsensorientierter Raum konzipiert. „Wir fordern soziale Gerechtigkeit und Rechte, an denen es in Kuba bisher mangelt, wie faire Löhne, Vereinbarkeit von Mutterschaft und Beruf, Unterstützung unabhängiger Projekte und Künstler*innen, Achtung der Meinungsfreiheit, Erhalt des historischen Gedächtnisses von Kunst sowie eine unabhängige Zivilgesellschaft, und wollen ein Projekt aufbauen mit Menschen, die anders denken, aber ein Land für alle schaffen wollen“, so INSTAR über ihr Selbstverständnis und ihre Praxis. INSTAR ist ein Safe Space, der andere Organisationen, Aktivist*innen und Künstler*innen schützt und verbindet und funktioniert wie ein Organ, das atmet, fühlt, reagiert und erinnert. Die Arbeit und Mission von INSTAR kann in drei Schritte unterteilt werden, die es, ausgehend von verschiedenen künstlerischen Ausdrücken, erlauben, aus einer chaotischen Vision eine Begegnung mit einer unerwarteten Ordnung entstehen zu lassen – einer neuen Ordnung, aus der heraus eine neue Zukunft gedacht werden kann.


Schritt I: Workshops zur Stärkung der Fähigkeiten von Künstler*innen, Intellektuellen, Akademiker*innen, der Bürgerschaft, der Jugend und aktivistischen Gruppen.
Schritt II: Finanzielle Unterstützung von Gründer*innen, Zusammenschlüssen und unabhängigen Projekten durch Preise und Stipendien. Sichtbarkeit, bedingt durch das neuartige Coronavirus, in INSTARs sozialen Netzwerken. Position beziehen gegen die Erlässe 349, 373 und 370, mit denen der kubanische Staat Meinungsfreiheit und kreative Unabhängigkeit einschränkt.
Schritt III: Rekonstruktion von Geistes- und Kunstgeschichte und Geschichte des unabhängigen Aktivismus durch die Sicherung von Quellen, die der Öffentlichkeit unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden sollen.


https://artivismo.org/

Jatiwangi art Factory (JaF) (Jatiwangi, Indonesien)

Jatiwangi art Factory (JaF): Die Familie von JaF anlässlich der Eröffnung des Village Video Festival, 2017, Foto: Pandu Rahadian

Die 2005 gegründete Jatiwangi art Factory (JaF) ist ein Gemeinschaftsprojekt für zeitgenössische Kunst und kulturelle Praktiken und versteht sich als Teil des lokalen Diskurses in einer ländlichen Gegend.


Vor einem Jahrhundert entstand in Jatiwangi eine bedeutende Ziegelindustrie, die die größte Dachziegelproduktion in ganz Südostasien lieferte. 2005, also hundert Jahre später, ermutigte JaF – denselben Ton nutzend – die Bürger*innen aus Jatiwangi, durch Kunst und kulturelle Aktivitäten ein kollektives Bewusstsein und eine gemeinsame Identität für ihre Region auszubilden. Mithilfe zahlreicher Projekte, die die Mitwirkung großer Teile der Bevölkerung einschließen, möchte JaF eine würdevollere Bearbeitung des Tons sowie eine größere Beachtung des Werkstoffes erreichen und das kollektive Glück der Menschen vor Ort erhöhen.


Der Name Kota Terakota beschreibt die Entwicklung von Jatiwangis traditioneller Ziegelindustrie hin zu einer neuen kulturellen Identität für die Zukunft. Kota Terakota markiert einen Neuanfang für Jatiwangi, den Beginn einer neuen Kultur mit dem Werkstoff Ton. Die Stadt wird nach den Wünschen und gemeinschaftlichen Vereinbarungen ihrer Bewohner gestaltet. Jatiwangi hat die Möglichkeit, die Region durch vielfältige Perspektiven zu verwandeln. In diesem Sinne steht Kota Terakota nicht nur für „terra“, das Material, sondern auch für das Land, das Gebiet und die Idee.


https://jatiwangiartfactory.tumblr.com/

Project Art Works (Hastings, Vereinigtes Königreich)

Siddharth Gadjyar, Einzelausstellung im Rahmen der Kollaboration zwischen Project Art Works und Phoenix Art Space, Brighton, 2019, Foto: Hugh Fox

Project Art Works ist ein britisches Kollektiv von Künstler*innen und Produzent*innen, das von radikalen Zugängen zu Neurodiversität, Rechten und Repräsentationen ausgehende Kunst produziert und vermittelt. Ihr Programm entwickelt sich aus der Unterstützung von Künstler*innen in ihrer Studiopraxis heraus und verzweigt sich zu Kollaborationen, Ausstellungen, Auftragsarbeiten, Filmen, Publikationen und digitalem Output. Für jedes Projekt werden personalisierte und holistische Umgebungen geschaffen. Das Studio wird dabei als Ort mit flachen Hierarchien verstanden, an dem Veranstaltungen und Happenings entstehen, die von der Lebensrealität und dem kreativen Potential aller Beteiligten erzählen (https://vimeo.com/161897285).


Project Art Works untersucht und fördert kreative und nachhaltige Modelle von künstlerischer Entfaltung und Betreuung durch praxisbasierte Forschung, Produktionen und Partnerschaften. Neurodiverse Künstler*innen und Produzent*innen arbeiten zielgerichtet zusammen und nutzen dabei verschiedenste Kommunikationsformen wie Sprache, Gestik, Klang, Gebärden und Empathie. Künstlerische Arbeiten werden über Social Media, digitale Plattformen sowie nationale und internationale Kollaborationen verbreitet. Durch die zielgerichtete Planung, kostenlose Schulungen und Interessensvertretung erhalten Familien und Care-Arbeiter*innen die Möglichkeit, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zu nutzen, um sich im Gesundheits- und Pflegewesen besser zurechtzufinden und Zugang zu individuellen Pflegemodellen zu erhalten, die ihr Leben verbessern.


https://projectartworks.org

Question of Funding (Jerusalem, Palästina)

Question of Funding: The Question of Funding, 2020

„Das ist eine Mind-Map. Wir erforschen, auf welche Weise organisch gebildete Kollektive ihre Kollektivität auf die Gemeinschaft ausweiten können, wie sie sich horizontal ausdehnen und dabei dennoch ihre Grundstruktur beibehalten können, um so ihrer Aufgabe – dem Ansammeln von Wissen, das von Kollektiven produziert und geteilt wird – nachzukommen.


Den Strukturen, in denen sich Ideen und Körper bewegen und arbeiten, liegt immer eine Ideologie zugrunde. Die Struktur, die wir vor Augen haben, ist die Landschaft in der wir leben. Sie ist nicht flach wie eine Küstenlandschaft, aber auch nicht durch steile Berge gekennzeichnet, sie besitzt vielmehr zahlreiche Hügel und Täler, Höhen und Tiefen, zwischen denen wir uns bewegen, während man sich zugleich auf dem Gipfel eines Berges und in einer Talsohle befinden kann. Ausgangspunkt für unser Kollektiv ist die Frage der Förderung als eine Möglichkeit, sich kulturell mit Politik und Ökonomie auseinanderzusetzen. Der Aspekt der Förderung wird neu gedacht und als Wert vorgestellt, der durch das Engagement der Gemeinschaft und die kollektive Bewegung wächst.“


— Question of Funding zu ihrer Mind-Map “Die Frage der Förderung”

Más Arte Más Acción (MAMA) (Nuqui, Choco, Kolumbien)

MAMA, Fernando Arias: Fly, 2011

Más Arte Más Acción ist eine seit 2008 existierende Plattform für interdisziplinäre Projekte. Sie ist aus einem seit vielen Jahren bestehenden gemeinschaftlichen Engagement insbesondere an der Pazifikküste Kolumbiens hervorgegangen, das in den Aufbau von Chocó Base mündete.


Seit 2011 bietet dieser „Reflektionsraum“ Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, Aktivist*innen und Schriftsteller*innen die Gelegenheit, über die Schaffung möglicher anderer Welten nachzudenken. MAMA knüpft Netzwerke mit Förderern, Universitäten, Festivals, Kunstinstitutionen und Gemeinden, um die Ideen und Prozesse des kritischen Denkens im Rahmen territorialer Auseinandersetzungen voranzutreiben.


MAMA zur aktuellen Situation: „MAMA befindet sich gegenwärtig auf einer Reise, um bisherige Prozesse und Narrative einer Bewertung zu unterziehen und Möglichkeiten der Organisation für die kommenden Jahre auszuloten. Die Reise führt ins Ungewisse und diese Ungewissheit bestärkt uns darin, uns einer ergebnisorientierten Produktivität zu widersetzen. Wenn wir uns umschauen, sehen wir gemeinsame Interessen, wir engagieren uns, erkunden neue Zusammenhänge, empfangen Empathie, begrüßen Unterschiede, wir agieren durch mehr Kunst, wir binden andere Menschen ein, damit sie sich unserem Kampf anschließen, unsere künstlerischen Prozesse aktivieren und miteinander in Verbindung treten. Wir denken Kunst durch Aktion und Aktion durch Kunst. Wie begegnen wir der Ungewissheit? Wie gehen wir mit neuen Realitäten um, die neue Positionen und andere Möglichkeiten erfordern? Es gibt Sturmwolken, die sich entladen. Und es gibt Licht“.


https://www.masartemasaccion.org/

OFF-Biennale (Budapest, Ungarn)

OFF-Biennale Budapest Archiv: Gladness Demo, eine Neuinszenierung von Endre Tóts Gladness Demos der 1970er Jahre von Kristóf Kovács in der Telep Gallery, Budapest, 8. Oktober 2017, als Teil von GAUDIOPOLIS 2017/OFF-Biennale Budapest, 2017, Foto: Zsolt Balázs

Die OFF-Biennale startete 2015 als basisdemokratische Bewegung zur Stärkung der Unabhängigkeit, Widerstandskraft und Wirkungsmacht der lokalen Kunstszene in Ungarn. Das zunächst von einer Handvoll Kunstexperten initiierte und getragene temporäre Projekt hat sich seitdem zu einer unabhängigen Plattform der künstlerischen Auseinandersetzung mit aktuellen Herausforderungen entwickelt. Dabei werden die zugrundeliegenden Diskurse und Kooperationen von Künstler*innen, Kurator*innen, Forschenden, Studierenden und verschiedenen Bevölkerungsgruppen auf lokaler wie auch auf internationaler Ebene unterstützt und begleitet.


OFF hat sich niemals um öffentliche Mittel in Ungarn beworben und die Zusammenarbeit mit staatlichen Kunstinstitutionen vermieden, eine Haltung, die zwar den grundlegenden Prinzipien des Projekts im Hinblick auf Kooperation, Austausch und eigentlich auch einem Agieren im Sinne des Gemeinwohls widerspricht, jedoch als unumgänglich erachtet wird, um die freie Meinungsäußerung und professionelle Integrität aufrechtzuerhalten. Die dritte OFF-Biennale wird im Mai 2021 stattfinden.


https://offbiennale.hu/en

Trampoline House (Kopenhagen, Dänemark)

Trampoline House: Modenschau im Trampoline House anlässlich des neunten Jahrestages des Bestehens 2019, Foto: Lars Vibild, Kopenhagen

Am 8. Juni 2019 feierte das Trampoline House, eine Gemeinschaftseinrichtung für Geflüchtete in Kopenhagen, sein neunjähriges Bestehen mit einer Gala für alle Mitglieder und Unterstützer*innen. Eden Girma, eine langjährige Aktive, hatte angeregt, eine Modenschau auszurichten, bei der alle Beteiligten ihr Lieblingsoutfit auf dem Laufsteg vorstellen würden. Einige, wie auch Eden auf dem Foto, trugen traditionelle Kleider des Landes, aus dem sie geflüchtet waren. Andere wiederum hatten neue Outfits entworfen oder sich Volkstrachten von Freunden im Haus ausgeliehen. An den Feierlichkeiten haben mehr als 300 Erwachsene und Kinder aus aller Welt teilgenommen.


Gründe zum Feiern gab es genug. Trampoline House war seit nunmehr fast zehn Jahren ein Ort, an dem Menschen, die vor Krieg, Armut oder Menschenrechtsverletzungen flüchten mussten, die Möglichkeit der Partizipation in ihrem Gastland eröffnet wird und wo sie zugleich wieder ein Gefühl von Zugehörigkeit entwickeln können. Jede Woche kommen hunderte von Geflüchteten, Migrant*innen und Asylbewerber*innen sowie dänische Bürger*innen zusammen, um als Teil dieser einzigartigen Gemeinschaft an den angebotenen Aktivitäten teilzunehmen, sich für den Betrieb des Hauses oder die Rechte von Geflüchteten einzusetzen. Das Trampoline House bietet Rechtsberatung, Sprachkurse, Koch- und Reinigungspraktika, Berufsberatung, Programme für Frauen und Kinder, Workshops, Gesprächsrunden, Kunstausstellungen sowie wöchentliche interne Treffen, in deren Rahmen Mitglieder und Mitarbeiter*innen Neuigkeiten austauschen oder dringende Probleme bezüglich des Hauses und der Situation von Geflüchteten besprechen. Trampoline House wurde 2010 von einer Gruppe von Künstler*innen und Aktivist*innen, die sich für die Rechte von Geflüchteten einsetzen, sowie Asylbewerber*innen als Gegenentwurf zur dänischen Einwanderungs- und Asylpolitik gegründet.


https://www.trampolinehouse.dk/

Wajukuu Art Project (Nairobi, Kenia)

Wajukuu Art Project, Foto: Shabu Mwangi

Das Wajukuu Art Project (Wajukuu) ist eine gemeinschaftliche Organisation aus Lunga-Lunga, einem Teil des Mukuru-Slums im kenianischen Nairobi. Eine Gruppe von Künstler*innen initiierte das Projekt 2004 mit dem gemeinsamen Ziel, Mukuru zu einem Ort zu machen, an dem Kinder sich entfalten können, und durch die Produktion und den Verkauf von qualitativ hochwertiger Kunst Arbeitsplätze zu schaffen.


Der Mukuru-Slum befindet sich an einem Abhang unterhalb der Fabriken des Industriegebiets Nairobis. Eine nahegelegene Mülldeponie zieht die Jugendlichen aus dem Slum an. Da sie in den Fabriken, die ihr Viertel verseuchen, kaum Arbeit finden, bildet das Durchkämmen des Abfalls nach verkäuflichen Gegenständen ihre einzige Lebensgrundlage. Viele treibt die Armut in Kriminalität und Drogenhandel. Gewalt und sexueller Missbrauch sind allgegenwärtig und gefährden die Gesundheit und häufig auch das Leben ihrer jungen Opfer. Das vor diesem Hintergrund entstandene Wajukuu Art Project erzählt von Widerstandsfähigkeit und der menschlichen Fähigkeit, Leid in Schönheit zu verwandeln.


„Kunst bildet das Rückgrat von Wajukuu. Für uns ist Kunst nicht nur eine Praxis, sondern eine Lebenseinstellung. Mit Hilfe von Kunstunterricht empowert Wajukuu Kinder und Jugendliche, sich mit ihrer Geschichte auseinanderzusetzen, Herausforderungen zu Hause und in der Community zu bewältigen, sich gegen widerfahrenes Unrecht zu wehren und sich eine andere Zukunft vorzustellen. Unsere öffentliche Bibliothek, die erste Mukurus, bietet Schüler*innen und Erwachsenen einen Safe Space zum Lernen. Mit Filmvorführungen und Wandmalerei sprechen wir verschiedenste Themen an, unter anderem Konfliktlösung, Verbrechensprävention, kulturelle Praxis, Gleichberechtigung, Gesundheit, Teenagerschwangerschaft und verantwortungsvolles Handeln. Auf diese Weise schaffen wir eine Plattform, die es der Community erlaubt, über Dinge mitzubestimmen, die sie betreffen“, so Wajukuu Art Project über ihre Arbeit.


https://wajukuuarts.wordpress.com/

ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik (Berlin, Deutschland)

ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik, ©KUNSTrePUBLIK

Das Künstlerkollektiv KUNSTrePUBLIK ist seit mehr als fünfzehn Jahren im öffentlichen Raum aktiv. Durch konkrete Projekte erkunden sie die Möglichkeiten und Grenzen der Kunst, so dass Bürger*innen sich frei ausdrücken können oder durch eine Aktion und ein physisches Ergebnis der Arbeit von KUNSTrePUBLIK repräsentiert werden.


Die Arbeit von KUNSTrePUBLIK geht vom jeweiligen Ort aus. Die Projekte werden auf der Basis von Schnittmengen zwischen architektonischen, künstlerischen und politischen Diskursen entwickelt. KUNSTrePUBLIK steht als Organisation hinter ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik.
Das ZK/U befindet sich in einem Viertel von Berlin, in dem ein gewisses Spannungsverhältnis zwischen etablierten „Mittelschichtsbürger*innen“, Migrant*innen der ersten und zweiten Generation in prekären Lebensverhältnissen sowie neu ankommenden Gruppen besteht. Die Arbeit von ZK/U zielt daher auf eine (Re-) Aktivierung der sozialen und räumlichen Beziehungen zwischen einzelnen Personen und Gruppen, die durch Bildung, Einkommen, Geschlecht und kulturellen Hintergrund getrennt sind.


Das ZK/U ist Künstler*innen- und Forschungsresidenz und hat seit seiner Eröffnung 2012 mehr als 500 Künstler*innen aufgenommen. Ziel ist es, globale Diskurse und lokale Praktiken zusammenzuführen. Dabei erkundet es, auf welche Weise Kunst ein Katalysator für den Wandel im urbanen Umfeld sein kann. In diesem Kontext muss sich das ZK/U verschiedene Fragen stellen: Wie können Kooperationen zwischen den kulturellen, öffentlichen und privaten Sektoren befördert werden, um eine nachhaltige und integrative urbane Entwicklung zu ermöglichen, die die lokale Kultur und Stakeholder an dem Entscheidungsfindungsprozess teilhaben lässt? Wie kann Wissen zwischen Interessensvertreter*innen mit unterschiedlichem Bildungshintergrund ausgetauscht werden, und wie können Fähigkeiten und (Experten-) Sprachen am besten genutzt werden, um konkrete Projekte hervorzubringen, die durch praktische Erfahrung nachvollziehbar sind? Das ZK/U versucht durch seine Arbeit, die Machbarkeit dieser partizipativen, urbanen künstlerischen Praktiken zu demonstrieren.


https://www.zku-berlin.org/

Über ruangrupa

ruangrupa, 2019
Ajeng Nurul Aini, Farid Rakun, Iswanto Hartono, Mirwan Andan, Indra Ameng, Ade Darmawan, Daniella Fitria Praptono, Julia Sarisetiati, Reza Afisina
Foto: Gudskul / Jin Panji


ruangrupa ist ein 2000 gegründetes und in Jakarta ansässiges Kollektiv. Als gemeinnützige Organisation fördert ruangrupa durch die Einbindung von Künstlern und anderen Disziplinen wie Sozialwissenschaften, Politik, Technologie oder Medien die künstlerische Idee im urbanen und kulturellen Kontext, um kritische Betrachtungen und Sichtweisen auf urbane Probleme der Gegenwart in Indonesien zu eröffnen.


Das indonesische Wort „ruangrupa“ bedeutet frei übersetzt „Kunstraum“ oder „Raumform“. ruangrupa organisiert außerdem gemeinschaftliche Kunstprojekte wie Ausstellungen, Festivals, Kunstlabore, Workshops, Forschungsprojekte und produziert Bücher, Zeitschriften und Online-Publikationen. ruangrupas Arbeit beruht auf einer ganzheitlichen sozialen, räumlichen und persönlichen Praxis, die stark mit der indonesischen Kultur verbunden ist, in der Freundschaft, Solidarität und Gemeinschaft eine zentrale Bedeutung haben.


ruangrupa betreibt einen Kunstraum im Süden von Jakarta. Das Kollektiv hat an zahlreichen Kooperationsprojekten und Ausstellungen teilgenommen, darunter der Gwangju Biennale (2002 und 2018), der Istanbul Biennale (2005), der Asia Pacific Triennial of Contemporary Art (Brisbane, 2012), der Singapore Biennale (2011), der São Paulo Biennale (2014), der Aichi Triennale (Nagoya, 2016) sowie Cosmopolis im Centre Pompidou (Paris, 2017). 2016 hat ruangrupa transACTION: Sonsbeek 2016 in Arnheim in den Niederlanden kuratiert. 2018 hat das Kollektiv (gemeinsam mit Serrum und Grafis Huru Hara, zwei weiteren, in Jakarta ansässigen Kollektiven) GUDSKUL gegründet, ein Bildungs- und Vernetzungsprojekt für Kreative, das auf kooperativem Arbeiten beruht. Bei der documenta 14 war ruangrupa mit ihrem Internetradio als Partner des dezentralen Radioprojekts Every Time a Ear di Soun beteiligt, das acht Radiosender weltweit vernetzte.

documenta Kommission

Der internationale documenta Beirat: Frances Morris, Amar Kanwar, Philippe Pirotte, Elvira
Dyangani Ose, Ute Meta Bauer, Jochen Volz, Charles Esche, Gabi Ngcobo
Foto: Nicolas Wefers, 2019


Das Engagement der Findungskommission der documenta wurde vom Aufsichtsrat erstmals um die Funktion eines documenta Beirats erweitert. Als documenta Kommission benennt der Beirat nicht lediglich die jeweilige Künstlerische Leitung (wie im Februar 2019 mit ruangrupa geschehen), sondern begleitet darüber hinaus auch den weiteren Projektprozess. So steht der Beirat dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung der documenta gGmbH fachlich beratend zur Seite, er fungiert als Botschafter der documenta Ausstellung auch in die Öffentlichkeit, er kann in eventuell angespannten Situationen als Vermittler zwischen Künstlerischer Leitung und Geschäftsführung bzw. Aufsichtsrat agieren und schließlich soll er Vorschläge für die nachfolgende Findungskommission unterbreiten.


Die documenta Kommission setzt sich zusammen aus:
• Ute Meta Bauer, Gründungsdirektorin des NTU Centre for Contemporary Art Singapore
• Charles Esche, Direktor Van Abbemuseum Eindhoven, Niederlande
• Amar Kanwar, Künstler, Filmemacher, Neu-Delhi, Indien
• Frances Morris, Direktorin Tate Modern London, Großbritannien
• Gabi Ngcobo, Kuratorin 10. Berlin Biennale 2018, Deutschland
• Elvira Dyangani Ose, Direktorin The Showroom London, Großbritannien
• Philippe Pirotte, Professor Staatliche Hochschule für Bildende Künste – Städelschule Frankfurt/M., Deutschland
• Jochen Volz, Direktor Pinacoteca do Estado de São Paulo, Brasilien

Newsletter

Folge documenta fifteen auf Facebook, Instagram, Twitter und YouTube.

Hinweis zu Einreichungen von Künstler*innen

Wir danken allen Künstler*innen für Ihr Interesse an der documenta. Dennoch weisen wir darauf hin, dass es für die documenta kein Bewerbungsverfahren gibt. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass ungefragt postalisch eingesandte Bewerbungen, Portfolios, Publikationen, Projektbeschreibungen und Werke daher nicht zurückgesandt werden können.

Presse


Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Pressemitteilungen zur documenta fifteen sowie Pressematerialien zum Download. Sollten Sie Fragen oder Interviewwünsche haben oder zusätzliches Material benötigen, sprechen Sie uns gerne persönlich an:


Karoline Köber
Kommissarische Leitung Kommunikation und Marketing
presse@documenta.de
+49 561 70727-4023


Pressemitteilung (Deutsch) 18. Juni 2020
Pressemitteilung (Englisch) 18. Juni 2020
Pressemitteilung (Indonesisch) 18. Juni 2020
Pressebilder zum Download
Introtexte (Arabisch) 18. Juni 2020
Introtexte (Französisch) 18. Juni 2020
Introtexte (Ungarisch) 18. Juni 2020
Introtexte (Spanisch) 18. Juni 2020