
Sheela Gowda
And…
Installation 2007
Foto: Roman März/documenta GmbH
*1957 in Bhadravati (IN), lebt in Bangalore (IN)
Die Künstlerin, die in Indien und Europa studierte, verknüpft in ihrer prozessorientierten Arbeitsweise moderne Ästhetiken mit lokalen Traditionen. Durch die Verwendung von alltäglichen Materialien, wie Kuhdung oder Asche, öffnet sich in ihren Installationen und Bildern ein metaphorischer Raum, der auf Kunsthandwerk, Frauenarbeit, dörfliches Leben, natürliche Ressourcen, aber auch auf historische und aktuelle Gewalterfahrung in Indien verweist.
In And... zieht sich ein Netz von roten Seilen durch den Raum. Mit dem Seil ist zugleich ein arbeitsintensiver Prozess verbunden: Auf 50 Nadeln hat Gowda jeweils einen über 200 Meter langen Faden bis zur Hälfte aufgefädelt. Die Fäden wurden mit rotem Pigment zu einem Seil zusammengeklebt, wovon sie letztlich drei angefertigt hat. And... führt in verschiedene Richtungen: zu natürlichen, sozialen, ästhetischen, persönlichen, ja auch schmerzvollen Erfahrungen.