DOCUMENTA KASSEL 16/06-23/09 2007



John McCracken

Song
Skulptur 2004




*1934 in Berkeley (US), lebt in Santa Fé (US)
McCrackens Arbeiten zeichnen sich durch ein extrem verdichtetes Formenvokabular aus, das während seiner langjährigen Entwicklung zunehmend verfeinert wurde. Farbe und Oberfläche dienen dabei der Herstellung von perzeptiven Verschiebungen zwischen Materialität und Immaterialität, welche seine minimalistischen Skulpturen mit einer metaphysischen Aura ausstatten. In McCrackens detaillierten Mandala-Gemälden erfährt dieser Aspekt eine besondere Ausrichtung.

Als einer der Vertreter des „West Coast Minimalism“ hat er seine Gemälde und Objekte als eine eher verspielte Variante des Minimalismus angelegt. Auffallend ist die Reduzierung auf monochrome, jedoch leuchtend-spiegelnde Farben und einfache geometrische, dabei oft überlebensgroße bis monumentale Formen. Die Arbeiten stellt er aus so diversen Materialien wie Kunstharz, Fiberglas oder Sperrholz her. Die Konzentration von intensiver, jedoch nicht aufdringlicher Lackfarbe bei Skulpturen wie dem quaderförmigen Song (2004) in Pink ist es auch, die seinen konzentrisch aufgebauten Mandala-Acrylgemälden (Aue-Pavillon) aus den frühen 1970er Jahren ihre spezifische Wirkung verleiht.