
Lee Lozano
Switch und Clash
Malerei 1965
© The Estate of Lee Lozano and Hauser & Wirth Zürich London
*1930 in Newark (US), 1999 in Dallas (US)
Das uvre der radikalen Malerin und Konzeptkünstlerin entstand innerhalb von zehn Jahren und war von der Suche nach den Extremen geprägt. Themen ihrer Bilder und Textarbeiten waren vor allem Sexualität, Gewalt, Identität und die Auseinandersetzung mit minimalistischen und abstrakten Formen. 1971 entschied sich Lozano, nicht mehr mit Frauen zu sprechen und ihre Karriere zu beenden.
Obwohl das Dyptichon Switch und Clash (1965) abstrakte Motive zeigt, leiten sich beide von Werkzeugformen ab, die schon in früheren Arbeiten Lozanos vorkamen. Switch zeigt eine Art Röhre mit perspektivischem Fluchtpunkt, deren graue Verläufe eine dynamische Wirkung erzeugen. Clash hingegen teilt sich in Diagonalen in rostigen Rottönen, aus denen ein metallischer Körper perspektivisch hervorgeht. Die beiden spätkonstruktivistischen Kompositionen konzentrieren das Licht auf ihrer rauen, mit einem Anstrichpinsel angelegten Bildoberfläche.