
Zofia Kulik
The guardians of the spire
Fotografie 1990
© Zofia Kulik
*1947 in Wroclaw (PL), lebt in Lomianki-Dabrowa (PL)
Seit 1987 entwickelt Kulik aus einzelnen Schwarz-Weiß-Fotografien großformatige Tableaus, in denen gegensätzliche Motive zu einer ornamentalen Komposition verbunden werden. Darin finden sich militärische Motive, religiöse Symbole, Gewaltszenen und technische Objekte ebenso wie Architektur und menschliche Körper. Ihre Arbeiten erinnern an Mandalas, große Teppiche oder Altäre und bilden mit ihren vielfältigen Symbolen und Zeichen komplexe Grammatiken mit vielschichtigen Bedeutungen.
Der Kulturpalast in Warschau, ein Geschenk der Sowjetunion und Wahrzeichen der Stadt, ist ein immer wiederkehrendes Motiv in ihren Arbeiten, mit Erste-Mai-Demonstranten im Vordergrund. Zynisch überhöht sie in The Guardians of the Spire (1990) die symbolische Bedeutung dieses Architekturgeschenks für die Identität Polens.