DOCUMENTA KASSEL 16/06-23/09 2007



Anonym

Berliner Saray-Alben (Diez Alben)
Iran 14.-16. Jh


© Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz, Berlin 2007

Bei den sogenannten Diez-Alben handelt es sich um eine lose Sammlung von Malereien, Zeichnungen, Kalligrafien und Stichen aus verschiedenen Geografien: Europa, Iran, Türkei und China. Sie umfassen unterschiedliche Perioden vom späten 13. bis ins späte 18. Jahrhundert. Die Alben enthalten Malereien, die aus ihren ursprünglich illustrierten historischen und textlichen Zusammenhängen herausgenommen und zu Alben zusammengestellt und umrandet wurden. Daneben befinden sich vorbereitende Zeichnungen, Designvorlagen und Muster. Die meisten Seiten bestehen aus Einzelbildern; sie gaben auch die Größe des Albums vor, geordnet nach Thema, Medium, Stil. Kleinere Bilder wurden zu Assemblagen zusammengefasst.

Es wird angenommen, dass der Diplomat Heinrich Friedrich von Diez die Alben selbst kompiliert hat. Er war bis 1790 preußischer Botschafter in Konstantinopel. Nach seiner Rückkehr widmete er sich ganz dem Orientalismus und verkehrte mit den Gelehrten seiner Zeit. Seine Buch- und Schriftensammlung ging an die Königliche Bibliothek in Berlin über (heute Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz). Die ursprüngliche systematische Aufstellung wird bis heute beibehalten.