
Eleanor Antin
Blood of the poet
Installation 1965-1968
*1935 in New York (US), lebt in New York (US)
In ihren Performances, Installationen, Filmen und Fotografien erkundet Eleanor Antin die Möglichkeiten von Identität und bewegt sich zwischen Realität und Rolle, Bild und Selbst, Vergangenheit und Gegenwart. Sie erfindet Geschichten und portraitiert Charaktere, arbeitet aber auch konzeptuell mit der Erfahrung des Körpers oder gefundenen Dingen.
The blood of a poet box war Antins erstes Werk (1965–68): Der Kasten enthält Blutproben von 100 Poeten; darunter John Cage, Allen Ginsberg, John Ashbery. Der Titel ist auch eine humorvolle Hommage an den surrealistischen Film Le sang d’un poète von Jean Cocteau, der das Innenleben eines Künstlers untersuchte und verherrlichte. Mit Blut, jener privaten und zugleich menschlichen Substanz, fragt Antin voller Ironie: Steckt das Künstlerische in uns oder in den Namen? Wie sind Kunst und Leben verbunden, was kann unsterblich gemacht werden?