
Jürgen Stollhans
Caput mortuum
Zeichnung 2007
© Katrin Schilling
*1962 in Rheda (DE), lebt in Köln (DE)
In seinen Bildern und Installationen hinterfragt Stollhans auf kritische, spielerische und ironische Weise gesellschaftspolitische Prozesse und Zusammenhänge. Das Aufspüren von formalen Verwandtschaften und unterschwelligen Sinnbezügen kennzeichnet über weite Strecken das referenzreiche Werk des Künstlers. Zeitgeschichtliche Information und historische Sachverhalte, aber auch biografische Bezüge erfahren dabei eine vielschichtige Vernetzung.
Jürgen Stollhans hat sich für seine Arbeit intensiv mit den Charakteristika von Kassel und seinen BewohnerInnen, Stadtbild und Stadthistorie, Wirtschaft und Industriegeschichte auseinandergesetzt. Ausgehend von fotografischen Notizen sind die Bildwelten und Motive des Projektes Caput mortuum (2007) entstanden. Es sind großformatige, fast fotorealistische Kreidezeichnungen auf Sperrholzplatten, auf die er aktuelle Beobachtungen (Panzer, Sturm Kyrill, Schaufensterauslagen) in einer für sein Œuvre typischen Weise übertragen hat.