
Anonym
Gartenteppich
Nordwestiran ca. 1800
Ein persischer Gartenteppich aus dem späten 18. Jahrhundert – als das Museum Fridericianum erbaut wurde – hängt hoch über der Halle, als gäbe er einen formalisierten Blick nach draußen in die Aue wieder.
Der Gartenteppich ist das Abbild einer geometrisch gegliederten Gartenstruktur: Quadrate, Rechtecke oder Rauten zeigen verschiedene Beete, Wasserläufe und Blumen aus der Vogelperspektive. Garten und Teppich sind ein geheiligter Raum: Sie stellen die vier Teile der Welt dar und den noch heiligeren Raum in der Mitte. Ein „imago mundi“, ein Bild von der Welt bildet sich auch in Kassel ab.