DOCUMENTA KASSEL 16/06-23/09 2007



Maja Bajević

Double Bubble
Videoinstallation 2006




*1967 in Sarajevo (BA), lebt in Paris (FR) und Sarajevo (BA)
Maja Bajević konfrontiert in ihren Performances, Videos, Installationen und Fotografien das Private mit dem Öffentlichen und verbindet das Intime mit dem Politischen. Sie wirft einen subjektiven Blick auf Ereignisse und Phänomene und erhebt diesen zum Gegenstand einer öffentlichen Diskussion über Wahrheit, Identität, Marginalisierung des „Anderen“ sowie den Missbrauch von Macht und Religion.

Eine dunkelhaarige, schwarz gekleidete Frau ist an unterschiedlichen Orten in einem alten Haus mit karger Architektur zu sehen – das einfallende Licht unterstützt die Situationen dramaturgisch. Die Frau spricht paradoxe Verhaltensweisen aus, wie „I have shot 55 people during prayer in the name of God.“ Mit Double Bubble (2001) führt Bajević die Schizophrenien religiöser Identitäten aus einer dezidiert männlichen Perspektive vor – deren gelebte Double-Bind-Beziehung. Text und Inszenierung machen deutlich, dass es höchste Zeit für eine kritische Selbstüberprüfung ist.