DOCUMENTA KASSEL 16/06-23/09 2007



Imogen Stidworthy

I hate
Medieninstallation 2007


© Imogen Stidworthy

*1963 in London (UK), lebt in Amsterdam (NL) und Liverpool (UK)
Stidworthy untersucht in ihren komplexen Filmen und Audio-Videoinstallationen die verschiedenen Dimensionen von Sprache, deren physische Umsetzung, aber auch ihre sozialen und raumbildenden Eigenschaften. Sie beobachtet Phänomene wie die Stimme, den Spracherwerb, Sprachstörungen oder Prozesse der Übersetzung und fragt nach der kulturellen Bedeutung von Identität und Interaktion im gesellschaftlichen Raum.

Die mehrteilige Installation I hate (2007) führt uns in eine Zwischenzone von Sprache, Klang und Bild. Uns wird der Fotograf Edward Woodman vorgestellt, der durch einen Unfall nicht mehr sprechen kann. Seit seinem Unfall haben sich auch seine Bilder verändert. Er benutzt die Fotografie als soziale Aufzeichnung, um die Veränderungsprozesse um ihn herum zu verfolgen und zu entdecken. In I hate zeigen drei Bildschirme Panoramaansichten einer riesigen Baustelle, den Ort für den neuen Eurostar-Bahnhof in London. Edwards Hände weisen auf Details in den Fotografien und auf den physischen Prozess des Bauens und Demontierens. In einem anderen Teil der Installation sehen wir, wie Woodman mit einer Sprachtherapeutin arbeitet. Es wird uns klar, wie sehr die Sprache ein körperlicher Akt ist.