
Would you like to participate in an artistic experience? - Eine Arbeit von Ricardo Basbaum für die documenta 12
Objekte verlassen die Fabrik - zehn weiß-blaue Stahlobjekte werden in einer langen Reihe aus der Maschinenhalle getragen, in einen Transporter und einen kunterbunten Schulbus geladen.

- Verladen der Objekte durch die Auszubildenden

- Roger M. Buergel und Ricardo Basbaum (rechts) *
Die Spielregeln von Would you like to participate in an artistic experience? sind denkbar einfach: Sie müssen nur zustimmen, für eine gewisse Zeit mit dem oben gezeigten Objekt Erfahrungen in Ihrer Umgebung zu machen. Es kann auf viele verschiedene Arten verwendet werden, und Sie können damit tun, was immer Sie möchten: Verwenden Sie es, ganz wie es Ihnen gefällt, so, wie es Ihnen entspricht. Sie sollen Ihre Erfahrungen so dokumentieren, wie es Ihnen richtig erscheint: durch Texte, Fotografien, Videos, Geräusche, andere Objekte etc.

- Begutachtung der Objekte durch InteressentInnen *
Jeder, der das Objekt für einen gewissen Zeitraum beherbergt, ist selbst verantwortlich, wie sie oder er damit umgeht, welche Erfahrungen als solche erkannt und wie diese aufgezeichnet werden. So wird das Zusammenleben mit dem Kunstobjekt unweigerlich Spuren hinterlassen, Unerwartetes oder Abenteuerliches auslösen. So entstehen verschiedene wechselseitige Beziehungen von Ich und Du, so realisiert sich kollektive Autorschaft.
Die Interaktionen mit der „leeren Kuchenform oder eine Badewanne mit einem Loch drin“ lassen einen sozialen Raum für Verhandlung und Verbindlichkeit entstehen, also Öffentlichkeit. Für Roger M. Buergel stellt diese Arbeit im öffentlichen Raum die aktuell avancierteste skulpturale Position dar.
Would you like to participate in an artistic experience? wurde 1994 initiiert und zirkulierte bereits durch mehrere Städte. Im Februar 2006 stellte Basbaum den lokalen ExpertInnen des documenta 12 Ausstellungsbeirates sein Konzept vor. Dies führte zu einem Austausch und einer starken Vermittlung der Arbeit in der Stadt Kassel. die documenta 12 versteht sich als Impulsgeber, der das vorhandene Aktivierungspotential in Gang setzen kann und will. Das Spiel geht los.
Weitere Informationen unter: www.nbp.pro.br

- Präsentation im Kulturzentrum Schlachthof *
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* Kassel, 2006
Foto: Nils Klinger
© 2006 documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs-GmbH
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